Gemeinsame Einsatzübung im ehemaligen Kleoland

Am Mittwochabend, 8. Juli, führten die Löschgruppen Wardhausen-Brienen und Düffelward eine gemeinsame Einsatzübung durch. Da beide Einheiten regelmäßig gemeinsam alarmiert werden, bieten solche Übungen eine wichtige Gelegenheit, die Zusammenarbeit im Einsatz weiter zu festigen.

Als Übungsobjekt diente das ehemalige Kleoland in Kleve. Das Freizeitangebot war bis vor Kurzem in Bahnhofsnähe beheimatet und befindet sich derzeit im Aufbau eines neuen Standorts. Angenommen wurde eine unklare Rauchentwicklung in einem Gebäude (B2). Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass sich noch mindestens eine vermisste Person im Gebäude befand.

In einem realen Einsatz würde eine solche Lage aufgrund der erforderlichen Menschenrettung auf Brand 3 erhöht, um weitere Einsatzkräfte nachzualarmieren. Dieses Vorgehen wurde auch im Rahmen der Übung simuliert. Dadurch standen ausreichend fiktive Einsatzkräfte zur Verfügung, um die Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung unter Atemschutz durchzuführen und insgesamt genügend Personal für die vielfältigen Aufgaben an der Einsatzstelle vorzuhalten.

Besondere Herausforderungen stellten die Größe des Objekts mit seinen zahlreichen Räumen, einer Empore, der Küche und den Spielgeräten sowie die dichte Bebauung durch angrenzende Gebäude und die unmittelbar benachbarten Bahngleise dar.

Zur Simulation der starken Rauchentwicklung kamen zwei Nebelmaschinen zum Einsatz. Eine Feuersimulation stellte die angenommene Brandstelle dar. Zusätzlich wurden zwei Musikboxen eingesetzt: Eine spielte Brandgeräusche ab, während über die zweite die Hilferufe einer vermissten Person zu hören waren. Auf diese Weise konnten die Einsatzkräfte die Orientierung und Personensuche unter erschwerten, möglichst einsatznahen Bedingungen trainieren.

Im Verlauf der Übung konnten die Kräfte ihre Abläufe festigen und die Zusammenarbeit zwischen beiden Löschgruppen weiter vertiefen. Die Übung verlief erfolgreich und lieferte wertvolle Erkenntnisse für den gemeinsamen Einsatzdienst.

Ein weiteres Mal zeigte sich zudem ein Problem, das auch im Einsatzalltag immer wieder auftritt: Der nächstgelegene Unterflurhydrant war durch ein abgestelltes Fahrzeug blockiert und konnte dadurch nicht unmittelbar genutzt werden. Die Feuerwehr appelliert deshalb an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, Hydranten grundsätzlich freizuhalten und nicht auf Hydrantendeckeln oder entsprechenden Fahrbahnmarkierungen zu parken. Ein blockierter Hydrant verzögert zwangsläufig den Aufbau der Wasserversorgung und kostet insbesondere im Ernstfall wertvolle Zeit.

Im Anschluss kamen die Kameradinnen und Kameraden am Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Düffelward zur gemeinsamen Nachbesprechung zusammen. Bei Getränken und einer kleinen Stärkung wurde die Übung ausgewertet und der kameradschaftliche Austausch gepflegt.

Ein besonderer Dank gilt dem Team von Kleoland für die kurzfristige und unkomplizierte Bereitstellung des Übungsobjekts.